Freitag, Oktober 30th, 2009

Muse in der O2 World

30 Okt 2009 | : Allgemein, Berlin heute

Rock-Bombast in Berli104n

16. Juni 2007 im neuerrichteten Londoner Wembley Stadion. Eine Art von umfunktionierter Rasenmäher fährt mit einer Gitarre bepackt auf die Bühne. Diese greift sich Matt Bellamy und  das erste ausverkaufte Konzert im neuen englischen Fussballtempel kann beginnen. Der Rest ist Geschichte.

Es noch nicht viel Zeit seit dem letzten Auftritt in Muse in Berlin vergangen. Anfang September spielte die Band nämlich ein “Geheimkonzert” im Admiralspalast. Gestern gastierte das Trio aus der britischen Provinz im Rahmen der Resistance Tour in der Berliner O2 World und wurde ihrem Ruf als eine der besten Live-Bands mehr als gerecht. Die Band besteht aus Matthew Bellamy (Gesang, Gitarre, Klavier und Keyboards), Christopher Wolstenholme (E-Bass) und Dominic Howard (Schlagzeug und Percussion).Live werden Muse von Morgan Nicholls an den Keyboards begleitet. Kurz vor 21 Uhr betraten die Briten in einer Art Boxring inmitten von drei riesigen LED-Türmen die Bühne. Nach den ersten drei Songs  wurde der untere Teil der Türme abgesenkt, so dass Muse zwischen Lasern und atemberaubenden Lichteffekten den ganzen Raum der Bühne ausnutzen konnten. Am Anfang wurden vornehmlich Songs aus dem aktuellen Album “The Resistance” gespielt. Bemerkenswert war hierbei der Einsatz eines längst vergessenen Instrumentes: Das Umhängekeyboard. Aber wenn Matt Bellamy das Gerät bedient, kommt deutlich  mehr dabei raus als bei Thomas Anders von Modern Talking.

Den zweite Teil der Show prägten dann die Hits Starlight, Plug In Baby oder Time Is Running Out. Die Zugabe begann mit der Overtüre aus der Symphonie Exogenesis welche nahtlos in Stockholm Syndrome überging und dann von Enio Morricones “Spiel mir das Lied vom Tod” sowie dem cyber-western Knaller Knights of Cydonia gefolgt wurde. Nach knapp 90 Minuten endete somit dieses beeindruckende Konzert.

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