VfL Wolfsburg – 1.FC Köln 2:3
TI 25 Jan 2010 | : Allgemein, Ausflüge
Geißböcke drehen Meister durch den Wolf
Während der Hinrunde schien sich das Abstieggespenst bei der alten Dame im Olympiastadion einquartiert zu haben. Inzwischen hat es aber auch seine Fühler in andere Gegenden ausgestreckt und sorgt unter anderem auch in der Domstadt am Rhein für Unbehagen.
Am vergangenen Sonntag stand für den 1.FC Köln also eine ganz wichtige Partie auf dem Programm. Gegen den ebenfalls kriselnden Meister aus Wolfsburg musste aufgrund der Ergebnisse am Samstag unbedingt gepunktet werden. Von Berlin aus dauert die Fahrt mit der Deutschen Bahn normalerweise 60 Minuten. Die eiseskälte hat aber für eine Zugverspätung von einer Stunde gesorgt, so dass ich bereits vor Antritt der Fahrt ordentlich durchgefrohren war. Vom Bahnhof in Wolfsburg aus ist es nur ein kurzer Fußweg in die schicke VW-Arena. Die Gäste vom Rhein mussten ohne den etatmäßigen Sturm Podolski und Novakovic auskommen. Bei äußeren Bedingungen von -10 Grad legten die Hausherren einen Kaltstart hin und wurden in der 7. Minute durch das 0:1 von Kevin Pezzoni eiskalt erwischt. Nach einem dicken Bock der Kölner Hintermannschaft konnten die Wölfe allerdings noch während der ersten Halbzeit aus dem Nichts zum 1:1 ausgleichen. Beide Abwehreihen hatten nicht ihren besten Tag und sorgten bei beiden Anhängergruppen für ein erhöhtes Herzinfarktrisiko. Die Elf von (noch) Ex-Trainer Armin Veh kam besser aus der Kabine und erarbeitete sich ein Chancenplus. Jubeln durfte aber der Gegner. Nach einer Kopfballvorlage von Yalcin war es Sebastian Freis, der die Wolfsburger Abwehr düpierte und unbedrängt das Spielgerät über die Linie drücken konnte. Die Freude währte aber nicht lange, da praktisch im Gegenzug der erneute Ausgleich (ganz klares Abseits!) fiel. Bei dem Gegentor machte der Kölner Keeper Faryd Mondragon leider keine gute Figur. Als sich die Protagonisten bereits mit einem Unentschieden abgefunden hatten, klingelte es erneut im Gehäuse von Andre Lenz. Yalcin und Freis nutzen erneut eine Schlafmützigkeit der Wolfsburger Abwehr aus und Adil Chihi hatte wenig Mühe das Leder aus kürzester Distanz über die Linie zu drücken. Von diesem erneuten Nackenschlag konnte sich der VfL nicht mehr erholen und Köln schaukelte den knappen und hochverdienten Vorsprung über die Zeit. Durch diesen Sieg konnte sich der FC etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen und ist bereits seit sieben Auswärtsspielen ungeschlagen. Bei den Wölfen brennt hingegen lichterloh der Baum.
Für Fussballfreunde ist übrigens Berlin immer eine Reise wert. Die Reise zu Auswärtsspielen im Olympiastadion lässt sich wunderbar mit einem Aufenthalt in der Hauptstadt kombinieren.
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