The Future Needs A Big Kiss

Nach dem tollen U2 Konzert in Hannover hatte ich mich spontan dazu entschlossen den Auftritt am 30. August in Wien auch noch mitzunehmen. Die Reise begann um 6:55 Uhr in Tegel und nach einem kurzen Flug traf ich der östereichischen Bundeshauptstadt ein. Der erste Eindruck nach denm verlassen des Flughafengebäudes war niederschmetternd. Es regnete wie aus Eimern und die Temperaturen lagen meiner Meinung nach nur knapp über dem Gefrierpunkt. Mit der örtlichen S-Bahn gelangt man innerhalb von 30 Minuten ins Zentrum der Stadt. Dort hatte ich noch ausgiebig Zeit durch die “Gasserl” zu schlendern und ein bisschen Sightseeing zu betreiben. Ein Besuch in einem traditionellen Wiener Kaffeehaus (lecker Apfelstrudel) durfte hierbei natürlich auch nicht fehlen. Um die Mittagszeit hatte Petrus endlich ein Einsehen und drehte in den Wolken den Wasserhahn ab.

Mit Beendigung des Regens machte ich mich dann langsam auf den Weg zum Ernst-Happel-Stadion. Der Weg führte über die Donau zum Prater. Dort habe ich noch einen kurzen Stop am Riesenrad eingelegt, um dann durch den Park zur EM Arena von 2008 zu gelangen. Im Gegensatz zu den anderen Konzerten, bei denen ich bisher war, hatte ich dieses mal einen Platz gaaanz weit weg von der Bühne. Dies hatte den Vorteil, dass ich “die Kralle” in ihrer ganzen Pracht bewundern konnte. Nun etwas zum Ordnungspersonal: Auf meine Frage wo denn der nächste Würstelstand sei, entgegnete mir der Ordner (bezweifle, dass der überhaupt volljährig war), dass ich da einfach den Schildern folgen müsste. Auf meinen Hinweis, dass diese Ausschilderung mich direkt ins Damen-WC geführt hat, bekam ich dann die Antwort: “Dann gibt’s ho kei Würschtel” Letztendlich bin ich dann doch noch zu meiner Wurst gekommen. Die Schilder waren einfach nur falsch rum aufgehängt.

Als Vorgruppe traten diesmal One Republic auf. Freunden von Til Schweiger Filmen mag das gefallen – mir nicht! Kurz nach neun betraten dann bei hochsommerlichen 11° U2 die Bühne. Die Band war trotz einger technischen Patzer (Gitarren- und Bildschirmausfälle) in guter Spiellaune und brachte den Prater zum beben. Mit “Every Breaking Wave” wurde ein bisher unveröffentlichter Song gespielt. Die Stimmung im Stadion war gut aber leider saßen in meinem Block fast nur Schnarchnasen. Die Krönung war hierbei der Alpenrepublikler hinter mir, welcher mir während “Where The Streets Have No Name” auf die Schulter klopfte und sagte: “Mogst Do di net herniedersetz’n?” Dieser Bitte konnte ich leider nicht nachkommen. Insgesamt war es ein grundsolider Auftritt.

Hier noch die Setlist:

Return Of The Stingray Guitar (Instrumental)
Beautiful Day / Rain (Snippet)
New Year’s Day
Get On Your Boots
Magnificent
Mysterious Ways
Elevation
Until The End Of The World
I Still Haven’t Found What I’m Looking For
Every Breaking Wave
In A Little While
Miss Sarajevo
City Of Blinding Lights
Vertigo / Rock Me Amadeus (Snippet)
I’ll Go Crazy If I Don’t Go Crazy Tonight (Remix) / Discothèque (Snippet)
Sunday Bloody Sunday
MLK
Walk On / You’ll Never Walk Alone (Snippet)
Desmond Tutu Speech
One
Amazing Grace (Snippet) / Where The Streets Have No Name
Zugabe(n):
Ultra Violet (Light My Way)
With Or Without You
Moment Of Surrender